IASB und FASB halten an der Bilanzwirksamkeit aller Leasingverträge fest

Überarbeiteter Entwurf zu "Leases" liegt vor-
IASB und FASB halten an der Bilanzwirksamkeit
aller Leasingverträge fest

Von Stß Prof. Dr. Rolf Uwe Fülbier, WP Stß Elfriede Eckl und Dr. Jane Fehr, veröffentlicht in: Die Wirtschaftsprüfung, 2013, S. 853 ff.

IASB und FASB haben im Mai 2013 einen zweiten Entwurf zur Bilanzierung von Leasingverhältnissenvorgelegt (ED/2013/6). Sie reagieren damit auf die Kritik an dem Entwurfaus dem Jahr 2010 (ED/2010/9). An der vollständigen Bilanzwirksamkeit von Leasingverhältnissennach Maßgabe des "right-ofuse"-Ansatzes halten sie fest. Im Vordergrundsteht der Versuch, die Leasingbilanzierung mit dem ebenfalls laufenden Projekt zurUmsatzrealisierung zu verzahnen und die Komplexität der bisherigen Vorschläge auf derSeite der Bilanzierenden einzudämmen. Der vorliegende Beitrag beschreibt den neuenEntwurf in seinen Eckpunkten und zeigt in der abschließenden Würdigung verbleibendeZweifel an der erstrebten Komplexitätsreduktion sowie (weiterhin) offene konzeptionelle Fragen auf.

 

I. Einleitung


Nach jahrelanger kontroverser Diskussion haben IASB und FASB am 16.05.2013 im Rahmen ihres Konvergenzprojekts
mit ED/2013/6 "Leases" (im Folgenden auch abgekürzt als "ED") einen zweiten Entwurf zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen veröffentlicht. Die Frist zur Kommentierung endet am 13.09.2013.
Nach dem Diskussionspapier vom 19.03.2009, vor allem aber nach dem ersten Entwurf vom 17.08.2010(ED/2010/9) sahen sich beide StandardSetzer einer ungewöhnlich intensiven Kritik und offensichtlich auch starken Iobbyistischen Aktivitäten ausgesetzt. Davon zeugen über 1.000 Stellungnahmen als Reaktion auf das Diskussionspapier und den ersten Entwurf, die nicht nur auf die grundsätzlich bilanzwirksame Gleichbehandlung aller Leasingverträge zielten. Im Fokus standen
auch neue Ermessensspielräume, die wieder einmal gesteigerte Komplexität der Bilanzierung, Wahlrechte und Inkonsistenzen bei der Leasinggeber-Bilanzierung sowie diverse ungelöste Konzeptions-, Abgrenzungs- und Detailprobleme.
Bald wurde klar, dass ein überarbeiteter, zweiter Entwurf - ein sog. "re-exposure draft" - notwendig war.

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