Unternehmerdialog bei der Porzellanfabrik Walküre am 2. Mai 2017

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Der erste Unternehmerdialog des Jahres 2017 fand am 2. Mai in der Porzellanfabrik Walküre in Bayreuth statt.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine aktuelle Forschungsarbeit des Betriebswirtschaftlichen Forschungszentrums für Fragen der mittelständischen Wirtschaft (BF/M) zum Thema Diversity Management – Integration ausländischer Fachkräfte. Rund 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen im hauseigenen Museum der Porzellanfabrik Walküre in Bayreuth zusammen.

Die Porzellanmanufaktur Walküre ist ein seit dem Jahre 1899 bestehendes Familienunternehmen, welches durch Herrn Dr. Wolfgang und Siegmund Meyer in der vierten Generation geführt wird.

Das weltweit agierende Unternehmen stellt besonders hochwertige und hohen Ansprüchen ausgesetzte Porzellanartikel her, welche beispielsweise auf dem chinesischen Markt oder in der Gastronomie- und Hotellerie-Branche sehr gefragt sind.

 

Nach einer kurzen Vorstellung des Unternehmens und seiner Philosophie durch Dr. Wolfgang Meyer präsentierte Frau Ramona Heinz, wissenschaftliche Mitarbeiterin am BF/M, im Anschluss ihr Forschungsprojekt zum Thema „Diversitiy Management - Integration ausländischer Fachkräfte“. Die europaweit durchgeführte Studie EUDiM zur Erfassung und Analyse des Umgangs mit kultureller Vielfalt in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) und der Maßnahmen, die zur Integration qualifizierter Einwanderer eingesetzt werden, befasst sich insbesondere mit den zentralen Herausforderungen der Integration von ausländischen Fachkräften in die Unternehmensstruktur, aber auch in den alltäglichen Lebensbereich. Unter dem Begriff „Management der kulturellen Vielfalt“ wurden unter anderem zentrale Erkenntnisse über den Erfolg einer Integration auf Unternehmerebene als auch auf Mitarbeiterebene näher erläutert. Besonders die demographische Entwicklung erfordere eine veränderte Personalpolitik im Hinblick auf die derzeitige Problematik, geeignete Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Als zentrale Herausforderungen ergaben sich neben den notwendigen allgemeinen und fachspezifischen Kenntnissen in deutscher Sprache, sowohl der standardisierte Rekrutierungsprozess, als auch die oft fehlende soziale Integration. Nachholbedarf bestehe insbesondere in der Förderung der Kompetenz der Belegschaft im Umgang mit kultureller Vielfalt. Schon während des Vortrages von Frau Heinz ergab sich eine lebhafte Diskussion zwischen den Anwesenden über Möglichkeiten der beruflichen und der sozialen Integration ausländischer Fachkräfte und deren Erfolgschancen. Auch die Möglichkeit, die eigenen bereits verpflichteten Mitarbeiter, durch Förderungsprogramme und länderübergreifendem Austausch in der Auszubildendenzeit an die Thematik heran zu führen, wurde näher beleuchtet und positiv beurteilt.

Frau Ramona Heinz bei ihrem Vortrag

 Frau Heinz bei der Vorstellung des Forschungsprojektes des BF/M

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