Newsletter vom Juni 2015

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Unternehmerdialog bei der REHAU AG + Co in Rehau

Am Dienstag, den 16. Juni 2015, setzen wir um 19 Uhr unsere in Kooperation mit dem BF/M veranstaltete Unternehmer-Dialogreihe fort. Wir dürfen dieses Mal bei der REHAU AG + Co in Rehau zu Gast sein.

Das Unternehmen ist führender System- und Serviceanbieter polymerbasierter Lösungen in den Bereichen Bau, Automotive und Industrie. Das international agierende Unternehmen beschäftigt 17.000 Mitarbeiter bei einem Jahresumsatz von mehr als 2,8 Milliarden Euro. Nach der Unternehmenspräsentation wird Professor Dr. Kay Windthorst, Geschäftsführender Direktor der FoFamU und Lehrstuhlinhaber für Öffentliches Recht, Rechtsdogmatik und Rechtsdidaktik an der Universität Bayreuth, in einem Impulsvortrag über das durch den jüngst veröffentlichten Referentenentwurf zum neuen Erbschaftsteuerrecht wieder brandaktuelle Thema „Erbschaftsteuer im Umbruch: Ein Ausblick auf das neue Erbschaftsteuergesetz“ referieren. Nach der daran anschließenden Frage- und Diskussionsrunde besteht, wie gewohnt, die Gelegenheit zum Austausch und Netzwerken.

Interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer sind hierzu recht herzlich eingeladen.

 

Rückblick: 7. Bayreuther Ökonomiekongress

Am 7. und 8. Mai 2015 fand der diesjährige Bayreuther Ökonomiekongress statt. Unter dem Motto „VON DEN BESTEN LERNEN – Modernes Management im 21. Jahrhundert“ konnte Kongresspräsident Prof. Dr. Reinhard Meckl, wissenschaftliches Mitglied der Forschungsstelle, eine Vielzahl bekannter Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft begrüßen.

Wie in den vergangenen Jahren, war die FoFamU auch dieses Jahr an beiden Kongresstagen mit einem Stand vertreten, an dem wir interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer über die Forschungsstelle informiert haben.

 

Rückblick: Deutsch-Spanische Konferenz in Madrid zur Finanzkrise

Am 8. Mai fand in Madrid eine internationale Konferenz zur Finanzkrise statt, die unter dem Motto „Testing the stress of the EU; EU law after the financial crisis“ (Stresstest für die EU: EU-Recht nach der Finanzkrise) stand und von der Direktorin der Forschungsstelle Prof. Dr. Jessica Schmidt, LL.M. sowie Prof. Dr. Carlos Esplugues Mota LL.M. M.Sc. (Universidad de Valencia) organisiert und geleitet wurde.

An der Konferenz nahmen über 40 Rechtswissenschaftler, Anwälte und andere Juristen aus Deutschland, Spanien und weiteren EU-Staaten teil.

Diskutiert wurden neben den Konsequenzen der Finanzkrise auf die unterschiedlichen Rechtsgebiete auch grundlegende Fragen über die künftige Rolle und Funktion der Europäischen Union sowie des europäischen Rechts.

 

Rückblick: Jahreshauptversammlung des Fördervereins

Am 6. Mai fand die diesjährige Jahreshauptversammlung des Fördervereins der Forschungsstelle statt. Prof. Dr. Windthorst, der bisher als geschäftsführender Direktor der FoFamU zugleich auch Vorsitzender des Fördervereins war, gab den Fördermitgliedern zunächst einen Einblick in die Arbeit des vergangenen Jahres und gab gemeinsam mit dem Geschäftsführer Dr. Michael Hohl einen Ausblick in die nahe Zukunft. So wird es in diesem Jahr erstmals ein FoFamU-Sommerfest für Mitglieder, Förderer und wichtige Netzwerkpartner geben. Außerdem wird die Forschungsstelle im Herbst eine wissenschaftliche Tagung zum Thema „Digitalisierung“ ausrichten. Im kommenden Jahr steht dann ein Symposium zum Thema „Governance“ an.

Im Anschluss an diesen Ausblick wählten die anwesenden Mitglieder des Fördervereins einen neuen Vereinsvorstand, um eine klare, auch personelle Trennung der beiden Organisationen Forschungsstelle und Förderverein, zu erreichen.

Neu gewählt wurden Herr Maximilian Broermann, langjähriger Mitarbeier der FoFamU, zum Vorsitzenden, sowie Frau Caroline Saalwächter und Herr Marc Desserich als stellvertretende Vorsitzende. Die Kontaktdaten des neuen Vorstandes finden Sie auf unserer Homepage.

 

Bayreuther Gründertag

Das Gründerforum Bayreuth e.V. richtet am 25. Juni 2015, ab 16 Uhr, gemeinsam mit der IHK Oberfranken einen Gründertag im H33, Gebäude AI, der Universität Bayreuth aus. Bei diesem sollen etablierte Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Region mit Gründern und deren Geschäftsideen zusammentreffen.

Die Forschungsstelle für Familienunternehmen unterstützt den Gründertag und wird sich an diesem Nachmittag mit einem Informations-Stand auf dem Gründertag präsentieren. Weitere Informationen zum Gründerforum Bayreuth e.V. finden Sie unter: http://gruenderforum-bayreuth.de.

 

Mitgliederversammlung am 08. Juli 2015

Am 08. Juli 2015 hält die Forschungsstelle für Familienunternehmen ihre jährliche Mitgliederversammlung ab. Eingeladen sind hierzu die Professoren der derzeit 20 beteiligten Lehrstühle.

 

3. Bayreuther Finanzmarktsymposium

Die Forschungsstelle für Bankrecht und Bankpolitik und die Forschungsstelle CoCapT (Companies, Capital Markets & Taxes) der Universität Bayreuth veranstalten am Donnerstag, den 29. Oktober 2015, in Bayreuth das 3. Bayreuther Finanzmarktsymposium unter dem Titel „Die deutschen Kapitalmärkte im Jahr 8 nach der Finanzkrise – ausbalancierter Rechtsrahmen oder regulatorische Zwangsjacke?“. Weitere Informationen können Sie dem Flyer entnehmen.

Die Veranstaltung ist kostenfrei, um eine formlose Anmeldung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wird gebeten.

 

Prof. Dr. Karl-Georg Loritz: Der Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums zur Reform des Erbschaftsteuerrechts vom 02.06.2015

Prof. Dr. Karl-Georg Loritz, wissenschaftliches Mitglied der Forschungsstelle und Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Arbeits-, Steuer- und Sozialrecht an der Universität Bayreuth, hat sich für unseren Newsletter mit dem Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums zur Reform des Erbschaftsteuerrechts vom 02.06.2015 befasst:

Durch sein Urteil vom 17.12.2014 hat der 1. Senat des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) den Gesetzgeber vor die schwierige Aufgabe gestellt, bis spätestens zum 30.06.2016 die von ihm festgestellte Verfassungswidrigkeit des ErbStG zu beseitigen. Der Bundesfinanzminister hat leider mit der Marschroute, nur „minimalinvasiv“ vorgehen zu wollen, den Weg für eine grundlegende Reform verschlossen. Beschränkt sich der Gesetzgeber darauf, nur die vom BVerfG beanstandeten Punkte neu zu regeln, den vom BVerfG als zentrales Ziel der Verschonung hervorgehobenen Erhalt von Arbeitsplätzen unreflektiert beizubehalten, so ist die Gefahr einer neuerlichen Verfassungswidrigkeit erheblich. Das gilt für den nunmehr vorliegenden Entwurf, der auch aus anderen Gründen m.E verfassungswidrig ist. Er ist vor allem auch in wesentlichen Punkten unbefriedigend und dringend nachbesserungsbedürftig. Würde er Gesetz, so hätte das vor allem für große Familienunternehmen katastrophale Auswirkungen.


 

Prof. Dr. Rolf Uwe Fülbier: Mittelstand und Familienunternehmen bilanzieren anders

Argumente aus der Grundlagenforschung gegen eine Harmonisierung ihrer Rechnungslegungsvorschriften in der EU und darüber hinaus.

Der Direktor der Forschungsstelle, StB Prof. Dr. Rolf Uwe Fülbier, hat sich jüngst gemeinsam mit Herrn Prof. Dr. Joachim Gassen (Humboldt-Universität zu Berlin) in einer Studie, die von dem renommierten US-amerikanischen Journal of International Accounting Research zur Veröffentlichung angenommen worden ist, mit der Bilanzierung des Mittelstands und der Familienunternehmen auseinandergesetzt. Für unseren Newsletter hat Prof. Dr. Fülbier die Studie im Folgenden zusammengefasst:  

Die Forschung im Bereich der Rechnungslegung, gerade die empirische Forschung, konzentriert sich gerne auf kapitalmarktorientierte Unternehmen. Hier ist die Datenverfügbarkeit in hohem Maße gegeben und Auswirkungen der Rechnungslegung auf die Anleger lassen sich über Kapitalmarktreaktionen gut messen. Diese Auswirkungen interessieren schon deshalb, weil kapitalmarktorientierte Unternehmen ihre Kapitalmarktkommunikation in der EU und in vielen Wirtschaftsräumen weltweit auf die sog. International Financial Reporting Standards (IFRS) ausrichten. Diese IFRS zielen allein auf entscheidungsrelevante Informationen für die Anleger.

Die Welt des Mittelstandes und der Familienunternehmen ist in der (empirischen) Forschung eher von nachrangiger Bedeutung. Gerade auch aus der Perspektive der anglo-amerikanischen Forschung geht dies einher mit einer Art Gleichsetzung: Was für kapitalmarktorientierte Unternehmen (public firms) gilt, müsse wohl auch für die anderen (private firms) gelten. Dies wird dadurch bestärkt, dass die Bilanzierung in dieser Hemisphäre auf Ebene des Einzelabschlusses i.d.R. keine wirklichen Rechtskonsequenzen entfaltet, also insbesondere keine Auswirkungen auf die steuerliche Gewinnermittlung oder die Dividendenbemessung hat. Insofern wundert es auch nicht, dass eine abgespeckte IFRS-Version für private firms (IFRS for SMEs) in vielen anglo-amerikanisch geprägten Ländern begrüßt wird – ganz im Gegensatz zu kontinentaleuropäischen Staaten wie Deutschland, Frankreich oder Italien. Auch die Wertungen für „gute“ Rechnungslegung – gemessen auf der Basis der sog.„Rechnungslegungsqualität“ (earnings quality) – folgen dieser Gleichsetzung. Ein Beispiel: Die internationale Literatur misst diese Rechnungsqualität u.a. mit dem Glättungsverhalten der Ergebnisse (earnings smoothness), d.h. inwieweit Cashflow-Schwankungen durch periodisierte Ergebnisse verringert und gedämpft werden. Ergebnisglättung wird hierbei eher als Informationsverzerrung wahrgenommen und insofern negativ interpretiert. Mit diesem (angreifbaren!) Mess- und Beurteilungsinstrument werden aber nunmehr ganze Länder miteinander verglichen und, vor allem, die kapitalmarktorientierten (public firms) mit den nicht-kapitalmarktorientierten Unternehmen (private firms). Hierbei wird den private firms gegenüber den public firms schlechtere (weil glattere) Rechnungslegungsqualität attestiert (vgl. z.B. Burgstahler, Hail und Leuz, The Accounting Review 2006). Zu Recht?

Den Artikel in voller Länge erhalten Förderer der Forschungsstelle für Familienunternehmen auf Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

 



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