Newsletter vom Dezember 2015

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Sehr geehrte Damen und Herren,

Die FoFamU hat ein bewegtes Jahr hinter sich. Wir haben mit den Lehrstühlen für Bürgerliches Recht und Steuerrecht, Gesellschafts- und Bilanzrecht (Prof. Dr. André Meyer, LL.M. Taxation) und für Controlling (Prof. Dr. Thorsten Knauer) sowie  mit der Juniorprofessur für Internationales Technologiemanagement, insbesondere industrielle Dienstleistungen (Prof. Dr. Tim Kessler), weiteren personellen Zuwachs erfahren. Unser Kompetenz-Pool umfasst jetzt insgesamt 11 rechts- und 12 wirtschaftswissenschaftliche Lehrstühle, die spezifisches Knowhow zu wichtigen Fragen von Familienunternehmen und Unternehmerfamilien einbringen. Dieser in Deutschland einzigartige universitäre Wissenspool soll auch in Zukunft zur Stärkung des Unternehmertums und der Wirtschaftsgruppe „Familienunternehmen“ beitragen. Dieser Wissenstransfer ist nicht als Einbahnstraße angelegt, sondern soll im Dialog mit Unternehmern und Unternehmen erfolgen. Dabei sind wir nicht nur national, sondern auch international weltweit unterwegs, eben überall dort, wo Familienunternehmen ein wichtiges Thema sind. Im Jahr 2015 waren dies u. a. Neu Delhi und Istanbul. Wir konnten in diesem Jahr die Vernetzung der FoFamU mit nationalen und internationalen Einrichtungen, die mit Familienunternehmen arbeiten, weiter ausbauen.


Unsere Forschungs- und Arbeitsfelder sind ebenso vielfältig und facettenreich wie die Anforderungen der Märkte und der gesellschaftlichen Systeme, in denen sie stattfinden. Das vergangene Jahr war wesentlich geprägt durch die großen Themen „Neuregelung der Erbschaftsteuer“ und „Digitalisierung“. Beide Bereiche beinhalten beachtliches Gefährdungspotential für Familienunternehmen und werden Veränderungsdruck in jedem einzelnen Haus erzeugen. Wir können und wollen, mit eigenen Kräften oder auch mit bewährten Netzwerkpartnern, über diese wichtigen Entwicklungen informieren und diskutieren mit dem Ziel, praxistaugliche Lösungskonzepte zu entwickeln.
Im Jahr 2016 werden wir uns intensiv mit den Erfolgsfaktoren von Familienunternehmen beschäftigen. Dazu haben wir in Kooperation mit der Universität Frankfurt am Main und der Wirtschaftsuniversität Wien eine internationale Vortragsreihe zu den Themen „Family Governance“, „Finanzierung und Internationalisierung von Familienunternehmen“ organisiert. Der Startschuss dazu erfolgt am 28. Januar 2016 um 18 Uhr c. t. mit einem Vortrag von Herrn Stefan Hipp an der Universität Bayreuth zum Thema „Der ehrbare Kaufmann“. Wir würden uns freuen, wenn wir Sie zu dieser interessanten Veranstaltung begrüßen dürfen.
Ich darf Ihnen im Namen des FoFamU-Direktoriums und des Teams der Geschäftsstelle der FoFamU ein frohes und friedliches Weihnachtsfest und ein gutes, erfolgreiches Neues Jahr wünschen. Wir danken Ihnen für die Begleitung und die Unterstützung unserer Arbeit. Sie spornt uns an, auch in 2016 wieder mit vollem Elan für Familienunternehmen zu wirken.

Ihr Dr. Michael Hohl, Geschäftsführer der Forschungsstelle

 

Save the Date: FoFamU-Termine im Jahr 2016

Gerne möchten wir Sie heute bereits auf folgende Termine im kommenden Jahr hinweisen:

    • 28. Januar 2016, 18 Uhr c.t.: Internationale Vortragsreihe zu Familienunternehmen mit dem Unternehmer Stefan Hipp zum Thema „Der ehrbare Kaufmann“ und Professor Dr. Kay Windthorst zum Thema „Family Governance als Schnittstelle von Praxis und Wissenschaft“, H 24, RW I, Universität Bayreuth
    • 09./10. Juni 2016: FoFamU-Infostand auf dem 8. Bayreuther Ökonomiekongress, Audimax, Universität Bayreuth
    • 13. Juni 2016: Unternehmerdialog
    • 07. Juli 2016: Mitgliederversammlung der Forschungsstelle und Jahreshauptversammlung des Fördervereins mit anschließendem FoFamU-Sommerfest
    • 06./07. Oktober 2016: Internationales Symposium zum Thema "Sicherung des Einflusses von Familien in Familienunternehmen", Universität Bayreuth
    • 15. November 2016:Unternehmerdialog

Weitere Informationen zu unseren Terminen finden Sie auf unserer Homepage.

 

Internationale Vortragsreihe "Familienunternehmen: Chancen und Herausforderungen" am 28.01.2016

Donnerstag, 28. Januar 2016, 18:15 Uhr, H 24, RW I, Universität Bayreuth

Die Forschungsstelle für Familienunternehmen lädt Sie herzlich zum Vortrag „Der ehrbare Kaufmann“ von Herrn Stefan Hipp, geschäftsführender Gesellschafter der HiPP GmbH & Co. Vertrieb KG, am 28. Januar 2016, um 18:15 Uhr, in den Hörsaal H24 (RW I) der Universität Bayreuth ein. Im Anschluss an den Vortrag von Herrn Hipp wird der geschäftsführende Direktor der FoFamU Prof. Dr. Kay Windthorst den Zuhörern einen Einblick zum Thema „Family Governance als Schnittstelle von Praxis und Wissenschaft“ geben.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der internationalen Vortragreihe „Familienunternehmen: Chancen und Herausforderungen“ statt, die gemeinsam mit der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main und der Wirtschaftsuniversität Wien durchgeführt wird.

Über Ihre Teilnahme an dieser Veranstaltung würden wir uns sehr freuen.
Zur besseren Organisation möchten wir Sie bitten, sich spätestens bis zum 22. Januar 2016 per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Veranstaltung anzumelden.

 

Rückblick: Tagung zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf Familienunternehmen am 22.10.2015

Prof. Dr. Kay Windthorst während der Eröffnung

In Kooperation mit den Fraunhofer-Instituten für Angewandte Informationstechnik (FIT) sowie für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) veranstaltete die FoFamU am 22. Oktober 2015 eine Tagung zum Thema „Auswirkungen der Digitalisierung auf Familienunternehmen“.

Als Referenten konnte die Forschungsstelle acht hochkarätige Vertreter aus Wissenschaft und Praxis begrüßen, die abwechselnd aus ihrem Blickwinkel den jeweiligen Themenblock beleuchteten. Alle Referenten waren sich einig in der Einschätzung, dass die Digitalisierung zu einem dynamischen Wandel auch in den rund 70.000 Familienunternehmen Oberfrankens führen werde. Welche Chancen und Risiken zu erwarten sind, darüber diskutierten sie mit den zahlreichen Familienunternehmerinnen und Familienunternehmern, die aus der Region sowie ganz Bayern angereist waren.

Kein Betrieb könne sich der rasant fortschreitenden Entwicklung der Digitalisierung verschließen, so Prof. Dr. Kay Windthorst, geschäftsführender Direktor der FoFamU sowie Lehrstuhlinhaber für Öffentliches Recht, Rechtsdogmatik und Rechtsdidaktik an der Universität Bayreuth. Prof. Dr. Windthorst erinnerte an große deutsche Unternehmen, die trotz etablierter Produkte im Wettbewerb von neuen Anbietern verdrängt worden sind. Sie hätten zu lange die Bedeutungsdimension der Digitalisierung verkannt. Diese Gefahr in Zukunft zu bannen, ist eine Aufgabe der Fraunhofer-Projektgruppe Prozessinnovation, die im Anschluss vom IPA-Leiter Prof. Dr.-Ing. Rolf Steinhilper vorgestellt wurde.

Daraufhin folgten die vier Themenblöcke, jeweils betrachtet von einem Wissenschaftler und einem Praktiker. Prof. Dr. Maximilian Röglinger vom FIT analysierte im ersten Themenblock den Einfluss der Digitalisierung auf die Geschäftsmodelle von Unternehmen. Als Beispiel dafür nannte er u.a. das aktuell größte Taxiunternehmen der Welt, das selbst keine Fahrzeuge besitzt und den weltweit größten Anbieter von Unterkünften, der keine eigenen Immobilien hat. Smarte Produkte und neue Märkte sowie andere Möglichkeiten der Kommunikation würden für neue Ansätze bei der Wertschöpfung sorgen. Dass die Digitalisierung bereits einen Paradigmenwechsel in den Unternehmen eingeläutet habe, bestätigte im Anschluss an diesen Vortrag aus praktischer Erfahrung Herr Markus Deutsch von der KPMG AG. Neue Geschäftsmodelle gebe es deutlich erkennbar beispielsweise rund um das Thema „vernetztes Auto“.

Dipl.-Ing. Frank Kübler vom IPA und Friedrich Schaffert von der rwt-GmbH widmeten sich im zweiten Themenblock dem Zusammenhang von Digitalisierung und Industrie 4.0 – also der vierten industriellen Revolution, die unter anderem von der Maschine-zu-Maschine-Kommunikation gekennzeichnet werde. Beide Vorträge zeigten das große Potenzial auf, das in der Verbesserung von Datenqualität und Integration aller Prozessarten liegt.

Ein solches Potenzial liege auch in Innovationen für die IT-Abteilungen der Unternehmen, wie Prof. Dr. Nils Urbach vom FIT und Thomas Schott, CIO der Rehau AG + Co., im darauffolgenden Themenblock darlegten. In jeweils zehn Thesen fassten die beiden Referenten anschaulich die aus ihrer Sicht voraussichtlichen Auswirkungen der Digitalisierung auf das IT-Management zusammen.

Prof. Dr. Torsten Eymann

Den Schlusspunkt der Tagung setzten Prof. Dr. Torsten Eymann, Vizepräsident der Universität Bayreuth und Lehrstuhlinhaber für Wirtschaftsinformatik, sowie Thomas Landschof, selbstständiger Strategieberater, mit ihren Gedanken zu den Folgen der Digitalisierung auf die Datensicherheit in Unternehmen.

Die Ergebnisse der Tagung werden als Tagungsband im Nomos-Verlag erscheinen.

Weitere Bilder der Tagung finden Sie auf unserer Facebook-Seite.

 

 

 

 

 Ihr FoFamU-Team

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