Newsletter vom August 2016

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Ausblick

Unternehmerfrühstück am 27. September 2016

Der zweite Unternehmerdialog des Jahres wird ein Unternehmerfrühstück. Wir freuen uns, am Dienstag, den 27. September 2016, um 9:00 Uhr, bei der Klaviermanufaktur Steingräber & Söhne zu Gast sein zu dürfen, einem Familienunternehmen in der 6., bald 7. Generation.

Alle Unternehmerinnen und Unternehmer sind herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Aus organisatorischen Gründen wird um Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gebeten.

Internationales Symposium am 06. und 07. Oktober 2016

Die Forschungsstelle für Familienunternehmen richtet vom 06. bis 07. Oktober 2016 eine Tagung zum Thema „Sicherung des Einflusses der Familie in Familienunternehmen“ an der Universität Bayreuth aus.

Zur Diskussion dieses wichtigen Themenfeldes kommen Referentinnen und Referenten der bedeutendsten Forschungsinstitute für Familienunternehmen aus dem deutschsprachigen Raum in der oberfränkischen Metropole zusammen.
Wir freuen uns, dass es gelungen ist, neben Mitgliedern der FoFamU hochkarätige Redner u.a. von der Bucerius Law School Hamburg, dem Wittener Institut für Familienunternehmen der Universität Witten/Herdecke, der Zeppelin-Universität Friedrichshafen, der Wirtschaftsuniversität Wien und der Universität St. Gallen zu gewinnen.

Alle Interessenten, allen voran Familienunternehmerinnen und –unternehmer, sind herzlich willkommen.

Unter Symposium FoFamU finden Sie weitere Informationen, sowie das Programm zum Download.

Rückblick

Mitgliederversammlungen

Am 06.07.2016 fand die jährliche Mitgliederversammlung der Forschungsstelle statt. Geschäftsführender Direktor Prof. Dr. Kay Windthorst berichtete gemeinsam mit dem Geschäftsführer Dr. Michael Hohl über die Tätigkeiten der Forschungsstelle im vergangenen Jahr.

Ferner wurde über die geplanten Forschungsprojekte und Veranstaltungen der Forschungsstelle informiert. Im Mittelpunkt stand vor allem das Internationale Symposium zum Thema „Sicherung des Einflusses der Familie in Familienunternehmen“, das am 06. und 07. Oktober 2016 in der Universität Bayreuth stattfinden wird.

Es gab eine personelle Veränderung im Direktorium. Prof. Dr. Daniel Baier wurde als neues Mitglied der Forschungsstelle zum Direktor der Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften gewählt. Prof. Dr. Baier ist Inhaber des Lehrstuhls für Innovations- und Dialogmarketing an der Universität Bayreuth. Seine Stellung als Vorstandsmitglied im BF/M Bayreuth ermöglicht auch hinsichtlich gemeinsamer Forschungsprojekte und Veranstaltungen eine bessere Kooperation zwischen den beiden Forschungseinrichtungen.

Als künftige Aktivitäten wurden ein FoFamU-Gründertag, sowie ein Nachfolgertag diskutiert. Junge und erfahrene Unternehmer sollen so näher zusammen kommen. Die Mitglieder waren sich darüber einig, dass vor allem das Thema der Nachfolge im Familienunternehmen im Fokus der Forschungsstelle stehen soll.

Am 13.07.2016 veranstaltete der Förderverein der Forschungsstelle seine jährliche Mitgliederversammlung mit anschließendem Sommerfest. Neben dem Bericht über die Tätigkeiten des letzten Jahres durch den stellvertretenden Vorsitzenden Marc Desserich und dem Kassenbericht wurden auch der Mehrwehrt einer Mitgliedschaft im Förderverein diskutiert.

Anschließend fand das jährliche Sommerfest des Fördervereins in der Orangerie der Eremitage statt. Das schöne Ambiente des Platzes und die kompetente Bewirtung durch Gastronom Hans Jöckel boten einen idealen Rahmen zum Austausch und Netzwerken.

Die Forschungsstelle für Familienunternehmen dankt allen Mitgliedern und Unterstützern und blickt mit Freude auf ein weiteres erfolgreiches Jahr.

FoFamU-Unternehmerdialog (05.07.2016)

„Chefsache Einkauf“ lautete der treffende Titel des Fachvortrags, der im Mittelpunkt einer weiteren Veranstaltung der Reihe „Unternehmer-Dialog“ stand. Ausgerichtet wurde diese von der  FoFamU in Kooperation mit der Betriebswirtschaftlichen Forschungsstelle für den Mittelstand BF/M. Rund 25  Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich dazu am 5. Juli 2016 bei der vfm Versicherungs- & Finanzmanagement GmbH der Familie Liebig in Pegnitz.

Die Forschungsstelle für Familienunternehmen ist ein Zusammenschluss von 24 Lehrstühlen der rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Fächer der Universität Bayreuth. „Wir haben damit einen Kompetenz-Pool aufgebaut, der allen hilft, die Fragen zu Familienunternehmen haben“, so FoFamU-Geschäftsführer Dr. Michael Hohl bei seiner Einführung. Mit zahlreichen Veranstaltungen in der Region suche man den direkten Kontakt zur mittelständischen Wirtschaft, um diese bestmöglich unterstützen zu können.

Immer mehr Wertschöpfung fremdvergeben

In Pegnitz stand das Thema Einkauf im Mittelpunkt, mit dem sich Prof. Dr. Jörg Schlüchtermann in seinem Vortrag beschäftigte. Der Inhaber des Lehrstuhls für Produktionswirtschaft und Industriebetriebslehre erläuterte, wie sich mit strategischen Konzepten nachhaltige Wettbewerbsvorteile erzielen lassen.

Der Einkauf habe in den vergangenen 20 Jahren branchenübergreifend stark an strategischer Bedeutung gewonnen, so Schlüchtermann. Unternehmen konzentrierten sich immer häufiger auf ihre Kernkompetenzen und erhöhten den Anteil fremdbezogener Güter und Dienstleistungen kontinuierlich. Nicht selten werde bereits heute eine Quote von 50 bis 70 Prozent an fremdvergebener Wertschöpfung erreicht.

Dies steigere zum einen die Bedeutung des Beschaffungs- managements in den Unternehmen, zum anderen werde das Tätigkeitsspektrum von Entscheidungsträgern kontinuierlich anspruchsvoller. Schlüchtermann hält daher eine akademisch fundierte Aus- und Weiterbildung für die Spezialfunktion Einkauf für hilfreich und wünschenswert. Er verwies in diesem Zusammenhang auf das Intensiv-Seminar „Einkaufsmanager“ der Campus-Akademie der Universität Bayreuth.

Ein Beispiel für Familienunternehmen in der Praxis lieferte Klaus Liebig, Geschäftsführer der vfm Versicherungs- & Finanzmanagement GmbH und Gastgeber des Abends. Sein Betrieb, Familienunternehmen in zweiter Generation, wurde 1971 gegründete und ist heute eine an drei Standorten operierende Firmengruppe mit rund 80 Mitarbeitern und einem Umsatz von mehr als 25 Millionen Euro im Kalenderjahr 2015. Das Unternehmen hat sich laut Liebig als unabhängiger Makler im versicherungs- und Finanzmarkt etabliert und bietet wertvolle Service-Leistungen für andere unabhängige Vermittler an. Man lege größten Wert auf eine gute Reputation sowie eine hohe Kundenzufriedenheit in einem stark wettbewerbsgeprägten Marktumfeld.

Compliance in Familienunternehmen (28.06.2016)

Die Forschungsstelle für Familienunternehmen der Universität Bayreuth veranstaltete in Kooperation mit CMS Hasche Sigle und KPMG am 28. Juni 2016 einen Informations- und Diskussionsabend zum Thema „Compliance in Familienunternehmen“ im Münchener Herrenclub.

Prof. Dr. Kay Windthorst, Geschäftsführender Direktor der FoFamU, begrüßte die über 70 Teilnehmer, darunter zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer und führte in das Thema „Compliance“ ein. Prof. Dr. Windthorst skizzierte die grundlegende Herausforderung, diesem Begriff konkrete Konturen zu verleihen. Hierbei betonte er, dass Compliance gerade auch für Familienunternehmen von großer Bedeutung sei und es wichtig wäre, dass diese sich weiterhin mit dem Thema befassten.

Im Anschluss stellte Prof. Dr. Windthorst die Redner vor: Prof. Dr. Nina Nestler von der Forschungsstelle für Familienunternehmen, Rüdiger Köhn, Wirtschaftsredakteur der F.A.Z., Dr. Harald Potinecke, Partner bei CMS Hasche Sigle, Alexander Schröder, Chief Risk & Compliance Officer bei der Axel Springer AG und Volker Zieske, Partner bei KPMG.

Der Impulsvortrag von Prof. Dr. Nina Nestler zum Thema „Compliance in Familienunternehmen“ bildete die Basis für die Diskussionen des Abends. Prof. Dr. Nestler diskutierte am Beispiel eines fiktiven mittelständischen Logistikunternehmens Vorurteile und Meinungen über Compliance in Familienunternehmen. Das Beispiel zeigte, dass die Geschäftsführung auch bei bestehenden Compliance-Systemen haftbar sein könnte und bestehende Systeme deswegen regelmäßig überprüft werden müssten. Frau Prof. Dr. Nestler argumentierte, dass Compliance-Mechanismen und Herausforderungen individuell betrachtet werden müssten, um Compliance-Risiken zu minimieren.

Herr Köhn moderierte die anschließende Diskussion und stellte gemeinsam mit den Rednern Herausforderungen und Empfehlungen heraus.

Dr. Potinecke betonte, dass Familienunternehmen sich der Herausforderung von Compliance bewusst seien, kleinere Unternehmen häufig jedoch Schwierigkeiten in der Umsetzung hätten, da sie keine eigenen Compliance-Kräfte beschäftigen könnten. Hinzukäme, dass ein Gründer-Fokus innerhalb der Familienunternehmen die aktive Beteiligung der Mitarbeiter erschweren könnte. Er empfahl eine Kultur der Kommunikation zu pflegen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch gezielte Schulungen für die Compliance-Problematik zu sensibilisieren.

Prof. Dr. Nestler diskutierte die Probleme gegensätzlicher internationaler Handelsrichtlinien und Normen. Sie betonte, dass die Kommunikation mit den relevanten Behörden sowie eine Risikoabwägung ausschlaggebend für die Unternehmen seien. Mittelfristig sei die Politik in der Pflicht diese Fälle zu beheben.

Herr Zieske skizzierte die Ansatzpunkte einer internen Compliance-Risikoanalyse. Die Bereiche Vertrieb, Einkauf, Personal und Buchhaltung seien entscheidend, da diese die meisten potenziellen Compliance-Verstöße enthielten und hieraus Folgeschritte abgeleitet werden könnten. Er betonte die Wichtigkeit von Compliance für Familienunternehmen, da Compliance einen Wettbewerbsvorteil bedeuten könnte und Reputationsverlust in regionalen Märkten eine Gefahr für Unternehmen darstelle.

Herr Schröder erörterte die praktischen Vorteile des Compliance-Managements. Dieses würde unternehmsintern als problemlösend wahrgenommen und schaffe die Möglichkeit mit Unternehmen zu kooperieren, die compliantes Verhalten voraussetzten.

Die anschließende Diskussion mit dem Publikum bestätigte die Empfehlungen der Podiumsdiskussion und eröffnete die Möglichkeit spezifische Fragestellungen der anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer gewinnbringend zu lösen.

Beim abschließenden Empfang im Salon des Herrenclubs ergaben sich weitere interessante Gespräche und angeregte Diskussionen.

Search Funds – ein Alternativmodell für die Unternehmensnachfolge (24.06.2016)

Am 24. Juni 2016 lud die Forschungsstelle für Familienunternehmen gemeinsam mit Prof. Dr. Tim Kessler zum Vortrag „Search Funds – ein Alternativmodell für die Unternehmensnachfolge“ mit anschließender Diskussionsrunde an der Universität Bayreuth ein. Dr. Philipp Kienzle und Kilian Lamprecht waren zu Gast an der Universität Bayreuth und gaben interessante Einblicke in das Thema der Unternehmensnachfolge und -übergabe mit Hilfe von Search Funds. Das Konzept der Search Funds wurde vor ca. 30 Jahren an den Universitäten Harvard und Stanford entwickelt und ist in den letzten Jahren auch in Deutschland angekommen. Das Modell sieht vor, dass in der Regel jungen, talentierten Unternehmern, wie Herrn Lamprecht, mit Hilfe von privaten Investoren der Kauf und die Übernahme der Geschäftsführung von ausgewählten Unternehmen ermöglicht wird. Typischerweise befinden sich die erworbenen Unternehmen dabei in einer Nachfolgesituation . Der interaktive Vortrag mit Diskussion gab einen detaillierten Einblick in das Konstrukt von Search Funds in Deutschland und den hierbei agierenden jungen Unternehmen.

Dr. Philipp Kienzle von der Rechtsanwaltskanzlei honert + partner aus München, welcher das Search Fund Modell an das deutsche Rechtssystem angepasst hat und sämtliche aktuellen deutschen Search Funds betreut, erläuterte das Search Fund Modell und seine rechtlichen Rahmenbedingungen. Dr. Kienzle ging hierbei besonders auf die Voraussetzungen seitens der Jungunternehmer sowie die Risiken und Renditen für Investoren ein. Das Aufsetzen eines Search Fund Vehikels sei der ideale Weg, um eine risikoarme Möglichkeit zur Geschäftsübernahme zu erschaffen. Die ideelle Unterstützung durch die Investoren ist eine wichtige Stütze des Modells, da die erfahreneren Investoren den Jungunternehmer strategisch beraten könnten.

Herr Lamprecht berichtete von seinen persönlichen Erfahrungen sowie Erkenntnissen aus dem Betreiben eines Search Funds. Er betonte, dass Flexibilität bei der Suche nach Unternehmen wichtig wäre, da sich die anfänglichen Erwartungen meist änderten und die übernommenen Unternehmen oft andere wären, als es anfänglich geplant worden war. Ebenso sei das Einbeziehen der aktuellen Unternehmensführung wichtig, um einen effektiven und nachhaltigen Übergang zu erreichen.

Die anschließende Diskussion mit den anwesenden Unternehmern und Studierenden unterstrich die Attraktivität des Modells als Lösung für Familienunternehmen mit ungeklärter nachfolge Situation.

Compliance in Familienunternehmen und im Mittelstand (08.06.& 11.05.2016)

Das Thema „Compliance in Familienunternehmen und im Mittelstand“ aus rechtlicher und betriebswirtschaftlicher, aus Praxis- und Wissenschaftssicht zu beleuchten - diesen übergreifenden Ansatz hatten die zwei Kooperationsveranstaltungen von FoFamU und der IHK.

Teilnehmer des Abends Beim Compliance-Abend in Bayreuth am 11. Mai 2016 in den Räumen der IHK für Oberfranken Bayreuth unterstrich die stell- vertretende Hauptge- schäftsführerin der IHK Gabriele Hohenner  in ihrer Begrüßung das gute Miteinander von FoFamU, mit ihrem Geschäftsführer Dr. Michael Hohl und dem geschäftsführenden Direktor Prof. Dr. Kay Windthorst und der IHK und bedankte sich für die bewährte Kooperation. Dass es hervorragender Führungsqualitäten bedarf, um eine Compliance-Strategie im Unternehmen zu verankern, zeigte Gabriele Hohenner anschaulich und eingängig an einem zeitlos aktuellen Beispiel aus dem römischen Reich. Der Feldherr Julius Cäsar, dem es mit einer rhetorisch geschickten und brillianten Rede gelang, zu motivieren und Ängste zu zerstreuen, wäre ein geborener „Head of Compliance“ gewesen. In der heutigen Zeit seien diese Fähigkeiten genauso gefragt wie vor 2.000 Jahren - gerade auch in Familienunternehmen, in denen der Chef mit seiner Familie für die Werte des Unternehmens steht und sie direkt beeinflusst.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen von Compliance-Systemen in mittelständischen und Familienunternehmen stellten die Rechtsanwälte Dr. Harald W. Potinecke, Dr. Simon Sabel und Dr. Oliver Thurn von der Kanzlei CMS Hasche Sigle, München, anschaulich dar. Dabei wurde deutlich, dass sich die zugrundeliegenden gesetzlichen Regelungen in der letzten Zeit nicht wesentlich geändert haben. Dass Compliance ein so aktuelles Thema ist, liege vielmehr daran, dass die Anwendung des vorhandenen Rechts durch die Gerichte stärker forciert werde und sich die Erwartungshaltung der Öffentlichkeit gewandelt habe. Dies könne dazu führen, dass ein Fehler im Compliance-System die gesamte Reputation des Unternehmens auf lange Sicht zerstöre. Gerade im stark exportorientierten Mittelstand sei Compliance auch ein wichtiges Korruptionspräventionsinstrument. Es gelte durch sorgfältige Auswahl und Aufsicht von Vertragspartnern sowie einer klaren vertraglichen Absicherung eine Geschäftspartner-Compliance sicherzustellen. Der Spruch „Andere Länder, andere Sitten“ müsse ergänzt werden um den Zusatz „… aber die Folgen sind in Deutschland zu tragen.“. Diese können gravierend sein, da bei Verstößen bis zu 50 Prozent des Umsatzes abgeschöpft werden kann. Gerade den GmbH-Geschäftsführer treffe ein strenges Haftungsregime, bei dem er neben der Haftung für eigene Gesetzesverstöße auch befürchten muss für Schäden der Gesellschaft aufkommen zu müssen. Dies kann auch die Haftung für Pflichtverstöße von Mitarbeitern, die er zu überwachen hat, beinhalten.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht befassten sich Karl Spangler, Leiter der KPMG Steuerabteilung Regensburg und Volker Zieske, Verantwortlicher für den Bereich Internal Audit Services der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, im zweiten Vortragsblock mit Compliance.

Letztlich gehe es um das Beherrschen von Risiken und das betreffe große wie kleine Unternehmen, so Zieske. Dabei helfen klare Strukturen im Compliance-Management-System. Sowohl der IDW PS 980 als auch die ISO 19600 seien eine gute Hilfe. Bei der Frage, wo der Mittelstand stehe, falle auf, dass nach einer Erhebung, wie Compliance sichergestellt werde, 60 Prozent der Unternehmen über ein institutionelles Compliance-Risikomanagement verfügen. Von großer Wichtigkeit sei der Kommunikationsprozess im Unternehmen, da sowohl die Führungsebene wie auch die Mitarbeiter die Compliance-Ziele kennen müssten. Das sei eine klare Führungsaufgabe für den Unternehmer.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine von FoFamU-Geschäftsführer Dr. Michael Hohl moderierten Diskussions- und Fragerunde. Einigkeit bestand beim Resümee, dass Non-Compliance für jedes Unternehmen teuer werden könne und Compliance-Management deswegen eine immer wichtigere strategische Aufgabe in Familienunternehmen sei.

Unternehmensnachfolge und Unternehmensübernahme (03.06.2016)

Am 03. Juni 2016 lud die Forschungsstelle für Familienunternehmen zum Vortrag „Unternehmensnachfolge und Unternehmens- übernahme“ mit anschließender Diskussionsrunde an die Universität Bayreuth ein. Der Vortrag war Teil der Veranstaltungsreihe Entrepreneurial Thinking & Business Design von Prof. Dr. Tim Kessler.

Manfred Kennel und Bernd Wittemöller waren zu Gast an der Universität Bayreuth und gaben anhand ihres Unternehmens, der f.u.n.k.e. Mittelstands GmbH., interessante Einblicke in das Thema. Dipl. Ing. Dipl. Ök. Manfred Kennel (ehemaliger Geschäftsführer von Diehl Aerosystems) und Bernd Wittemöller (Rechtsanwalt und Notar) haben sich vor einigen Jahren dem deutschen Mittelstand verschrieben und bauen mit der f.u.n.k.e. Mittelstands GmbH eine Unternehmensgruppe auf, welche Unternehmen des produzierenden Mittelstands mit Nachfolgeproblematik übernimmt, restrukturiert und fortführt. Das Ziel hierbei ist es, die Struktur und Charakteristika der Familienunternehmen beizubehalten.

In ihrem interaktiv gestalteten Vortrag führten sie die Teilnehmer, unter ihnen viele Unternehmer, durch ihr Geschäftsmodell und die Geschichte der f.u.n.k.e. Mittelstands GmbH. Kennel und Wittmöller gaben einen Einblick in das Themenfeld der Unternehmensnachfolge aus der Perspektive eines externen Unternehmenskäufers. Hierbei zeigten sie die Friktionen und Herausforderungen, vor allem aber die Chancen für die nachhaltige Fortführung eines mittelständischen Unternehmens bei externer Übernahme auf. Auch gingen sie auf die aus ihrer Sicht wichtigen Ausbildungserfordernisse von Hochschulabsolventen ein, die nötig seien, um um an einer Unternehmensübernahme in jüngeren Jahren mitwirken zu können und beleuchteten die besonderen Herausforderungen bezüglich der Finanzierung in mittelständischen Unternehmen.

Sonstige Hinweise

"Von Menschen und Mäusen" Interview mit Prof. Dr. Dr. Alexander Brink und Stephan Gemkow

In einem Interview mit dem Magazin Enkelfähig sprachen FoFamU-Mitglied Alexander Brink, Professor für Wirtschafts- und Unternehmensethik, und Haniel-Vorstandsvorsitzender Stephan Gemkow über Unternehmenskultur, die Vorbildfunktionen von Managern und das Verhältnis von Ethik und Wirtschaft. Das Interview können sie hier abrufen.

Aktuelle Publikationen

A socioemotional wealth perspective on how collaboration intensity, trust, and international market knowledge affect family firms’ multinationality, Journal of World Business 51 (2016) 586–599
Beate Cesinger,*, Mathew Hughes, Helge Mensching, Ricarda Bouncken, Viktor Fredrich, Sascha Kraus

Cross-border mergers and divisions, transfers of seat: Is there a need to legislate?, study upon request of the JURI committee of the European Parliament, Juni 2016, PE 559.960
Jessica Schmidt

Gläubigerschutz bei (grenzüberschreitenden) Verschmelzungen. Das EuGH-Urteil in der Rs KA Finanz, ZIP 2016, 712, und die Folgen, ZIP 2016, 841 – 849
Walter Bayer, Jessica Schmidt

EuInsVO 2015, 2016
Peter Mankowski, Michael Müller, Jessica Schmidt (Hrsg.)

Die Forschungsergebnisse stellen wir Förderern der FoFamU auf Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.

 



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