Dezember-Ausgabe: 3. Newsletter des Jahres 2017

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Sehr geehrte Damen und Herren,                                                 

Sie erhalten heute den dritten und letzten Newsletter des Jahres 2017 der Forschungsstelle für Familienunternehmen der Universität Bayreuth (FoFamU).

Die FoFamU kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Ein besonderes Highlight stellte das Flagship-Event im Münchener Herrenclub dar, bei welchem Herr Prof. Fuest, Leiter des ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München
e. V, zum Thema „Die Welt im Wandel – Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft in Zeiten von Brexit und Trump“ referierte.

Außerdem war die FoFamU im November dieses Jahres bei der Firma Franken maxit Mauermörtel GmbH & Co. KG zu Gast, wo zahlreiche interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer tiefe Einblicke in die Baustoffindustrie erhielten.

Über diese und weitere wichtige Ereignisse seit dem letzten Newsletter berichten wir in der heutigen Dezember-Ausgabe 2017.

 

Rückblick

Vortrags- und Diskussionsabend "Internationalisierung im Mittelstand und Familienunternehmen" bei der IHK für Oberfranken Bayreuth



Am 19. Juli 2017 veranstaltete die Forschungsstelle für Familienunternehmen der Universität Bayreuth (FoFamU) in Kooperation mit KPMG, CMS Hasche Sigle und der IHK für Oberfranken Bayreuth einen Vortrags- und Diskussionsabend zum Thema Internationalisierung im Mittelstand und Familienunternehmen

Nach einleitenden Worten der stellvertretenden Geschäftsführerin der IHK Oberfranken für Bayreuth, Gabriele Hohenner, welche vermehrt auch bei oberfränkischen mittelständischen Unternehmen eine internationale Orientierung feststellte, hob Prof. Dr. Kay Windthorst, geschäftsführender Direktor der Forschungsstelle, die strategische Bedeutung des Vortragsthemas hervor. Nur durch die gesammelte Kompetenz aller Institutionen aus Forschung, Wirtschaft und den Unternehmen könne eine umfassende Darstellung des Problems und dessen Lösungsmöglichkeiten erfolgen.



Karl Spangler, KPMG, befasste sich in seinem Vortrag mit den aktuellen steuerlichen Rahmenbedingungen als Voraussetzung für eine gelungene Internationalisierung. Hier ging er insbesondere auf das bereits verabschiedete „BEPS“-Projekt ein, dem sich alle Staaten der OECD, der G20, sowie Entwicklungs- und Schwellenländer angeschlossen haben. Ziel ist es schädlichen Steuerwettbewerb der Staaten und aggressive Steuerplanungen international agierender Konzerne zu vermindern. Eine Beeinflussung von Unternehmen aufgrund des jeweiligen national festgelegten Steuersystems ergebe sich durch die Einschränkungen von Grundfreiheiten im Unternehmensprozess, regulatorische Unterschiede und auch wirtschaftliche Veränderungen. Dies mache die grundlegendste Steuerveränderung der letzten Jahrzehnte, auch aufgrund der grenzüberschreitenden Tätigkeit der Unternehmen, erforderlich.

Dr. Armin Schmiedeberg, KPMG, ging auf die geplante US-Steuerreform und die damit einhergehenden Handlungsmöglichkeiten der amerikanischen Wirtschaft ein. Durch die nahezu vollkommende Änderung des angelegten Wertsteuerprinzips, der Besteuerung am Verbrauchsort, ergäbe sich für die amerikanische Regierung ein steuerlicher Turboeffekt, der vor allem Standortentscheidungen beeinflusse. Durch die Umstellung des Steuerprinzips könnten etwaige negative Handelsdefizite der USA verbessert werden, dies stelle aber gleichzeitig eine Pönalisierung von Unternehmen mit hoher Exportquote dar.

Dr. Simon Sabel, CMS Hasche Sigle, stellte vor dem Hintergrund des seit den 1960er Jahren zu beobachtendem Anstiegs von Direktinvestitionen deutscher Unternehmen im Ausland die rechtlichen Rahmenbedingungen einer Expansionsstrategie im Ausland dar. Hier nahm er eine differenzierende Betrachtung der rechtlichen Investitionsmöglichkeiten im Rahmen einer Tochtergesellschaft, eines Unternehmenskaufs oder eines Joint Venture vor und erläuterte diese auch im Hinblick auf das jeweilige Auslandsinvestitionsrecht.

Im Folgenden ergab sich eine angeregte Diskussion über rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen einer Standortverlagerung, beziehungsweise Standorterweiterung im Ausland. Insbesondere im Hinblick auf mittelständische Familienunternehmen wurde deutlich, dass es hier einer ausgefeilten Strategie bedarf, was ebenso für die Unternehmerfamilie selbst gilt.

Das Team der Forschungsstelle für Familienunternehmen bedankt sich nochmals herzlich bei den Referenten und der IHK Oberfranken für Bayreuth, die wieder einmal die perfekte Gastgeberin für einen instruktiven Vortragsabend und ein angenehmes Get-together war.


„Die Welt im Wandel“ – Flagship-Event der Forschungsstelle für Familienunternehmen der Universität Bayreuth mit Prof. Dr. Dr. h.c. Clemens Fuest im Münchener Herrenclub am 25.09.17

Am 25. September 2017 lud die Forschungsstelle für Familienunternehmen der Universität Bayreuth (FoFamU) zum jährlichen Flagship-Event in Kooperation mit den Förderpartnern CMS Hasche Sigle und KPMG ein.

Bei der diesjährigen Veranstaltung referierte Herr Prof. Dr. Dr. h.c. Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. und Inhaber des Lehrstuhls für Nationalökonomie und Finanzwissenschaft an der LMU München, zum Thema: „Die Welt im Umbruch – Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft in Zeiten von Brexit und Trump“.

Zu Beginn begrüßte Herr Prof. Dr. Windthorst die geladenen Gäste. Nach kurzen einführenden Anmerkungen zum Thema wurde das Wort an Herrn Prof. Dr. Fuest weitergegeben



Herr Prof. Dr. Fuest informierte zunächst über die aktuelle Wirtschaftslage und skizzierte darauf aufbauend einige typische Problemstellungen, denen derzeit deutsche Unternehmer gegenüberstehen. Abschließend wurde ein Ausblick in die Zukunft der Eurozone gegeben.

Nach Ende des Vortrages beantwortete der Ökonom ausführlich die Fragen aus dem Auditorium. Beim abschließenden Get-together bestand die Möglichkeit zum Gedankenaustausch.

Die Forschungsstelle für Familienunternehmen dankt Herrn Prof. Dr. Fuest nochmals für die spannenden Ausführungen zur aktuellen Finanz- und Wirtschaftspolitik herzlich und freut sich bereits auf die Flagship-Veranstaltung im nächsten Jahr.

Neu: Stiftungsprofessur für das Recht der Familienunternehmen an der Universität Bayreuth

Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 128/2017 vom 20. Oktober 2017 (Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier)

Mit Unterstützung der Stiftung Familienunternehmen wird es an der Universität Bayreuth künftig eine Professur für das Recht der Familienunternehmen geben. Der entsprechende Vertrag mit der Stiftung wurde bereits unterzeichnet, welcher dem zuständigen Ministerium zur Genehmigung vorliegt. Die wissenschaftliche Kompetenz im Bereich Familienunternehmen an der Universität Bayreuth wird dadurch weiter gestärkt. Die Verbindung beider Organisationsformen – Familie und Unternehmen - führt zu einzigartigen juristischen Fragestellungen, die noch nicht abschließend beantwortet sind. „Es besteht somit erheblicher Forschungsbedarf“, sagt Prof. Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen. „Eine zeitlich befristete Professur für das Recht der Familienunternehmen an der Universität Bayreuth soll diesem Defizit gezielt entgegenwirken.“


Im Bild von links: Stefan Heidbreder, Geschäftsführer, und Prof. Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, Universitätspräsident Prof. Dr. Stefan Leible und Prof. Dr. Kay Windthorst (Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Rechtsdogmatik und Rechtsdidaktik) von der Universität Bayreuth. Foto: Stiftung Familienunternehmen

Die Stiftung Familienunternehmen verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Ziele. Zweck der Stiftung ist die Förderung, Information, Bildung und Erziehung sowie der wissenschaftliche Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet des Familienunternehmertums in Europa. Ihre wesentlichen Ziele sind die angemessene öffentliche Wahrnehmung der Familienunternehmen, die politische Anerkennung der Interessen der Familienunternehmen und der Erfahrungsaustausch von Unternehmer zu Unternehmer sowie mit Vertretern aus Wissenschaft, Medien und Politik. Die Stiftung Familienunternehmen wird die Professur in den kommenden sechs Jahren kofinanzieren. Nach der anschließenden Evaluierung soll über eine eventuelle weitere Finanzierung entschieden werden.

Veranstaltungsbericht - CMS Stiftungsimpuls am 12.10.17 in München

Im Oktober diesen Jahres fand in München der CMS Stiftungsimpuls statt. An der Veranstaltung nahm unter anderem auch Herr Prof. Dr. Lange, Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, deutsches und europäisches Handels- und Wirtschaftsrecht der Universität Bayreuth und wissenschaftliches Mitglied der FoFamU, teil. Im Folgenden finden Sie einen Nachbericht des Events.

Am 12.10.2017 fand in den Räumlichkeiten von CMS Hasche Sigle in München der CMS Stiftungsimpuls 2017 statt. Die Veranstaltung setzte die 2015 ins Leben gerufene Reihe erfolgreich fort und stand unter dem Motto "Stiftungen in der Nachfolgeplanung – Erfolg durchwirkungsvolle Governance".

Nach der Eröffnung durch Hans Christian Blum und Dr. Dirk Schauer trat Prof. Dr. h.c. Roland Berger für sein Impulsreferat ans Rednerpult.

Prof. Berger, Gründer und Honorary Chairman der Roland Berger Strategy Consultants sowie Stifter und Mitglied des Kuratoriums der Roland Berger Stiftung gewährte einen spannenden Einblick in die Tätigkeit und Governance -Struktur der Roland Berger Stiftung. Die Stiftung widmet sich dem weltweiten Schutz der Menschenwürde und der Förderung begabter, leistungsfähiger und engagierter Schülerinnen und Schüler aus benachteiligten Familien. Prof. Berger schilderte die fokussierte und hochprofessionelle Tätigkeit der Stiftung, die ihre Zwecke auf der ganzen Welt und mit der Unterstützung eines herausragenden Netzwerks mit großem Erfolg verwirklicht. Die Schilderungen von Prof. Berger zeigten eindrücklich, wie durch gezielte und durchdachte Konzepte wirkungsvolle Stiftungsarbeit gelingt. Weiterhin gewährte der Stifter Einblick in die Organstruktur und Governance der Roland Berger Stiftung. Auch hier zeigte sich, dass professionelle Strukturen maßgeblich zum Erfolg einer Stiftung beitragen können. Zum Abschluss seines eindrücklichen Referats schilderte Prof. Berger den zahlreichen Teilnehmern seine persönlichen Motive als Stifter. "You learn, you earn, and you return", so das Kredo des Stifters. Rückblickend auf die ersten 10 Jahre der Stiftung resümierte Prof. Berger, dass die Gründung der Roland Berger Stiftung das Beste war, was er vor 10 Jahren tun konnte. Noch immer finde er besondere Erfüllung in den Momenten, in denen er auf die Stipendiaten und Preisträger der Stiftung treffe.

Die anschließende Podiumsdiskussion wurde moderiert von Volker Potthoff, ehemaliger Vorstand der Deutschen Börse AG, Gründer und Kuratoriumsvorsitzender der gemeinnützigenStiftung „aktion luftsprung“.

Dr. Ingrid Hamm, ehemalige Geschäftsführerin der Roland Bosch Stiftung GmbH führte einleitend aus, dass eine Stiftung im Kontext der Unternehmensnachfolge oftmals mit der Zielsetzung eingesetzt werde, einen dauerhaften Erhalt des Unternehmens zu gewährleisten und dessen Fortführung sowie Abkopplung vom Schicksal des Unternehmensgründers zu erreichen. Hinzu käme der Umstand, dass ein Nachfolger innerhalb der Familie immer öfter fehle oder dessen persönliche Lebensplanung nicht die Unternehmensfortführung beinhalte. Wichtig sei es, dass sich der Unternehmer zuerst über seine Ziele klar werde, bevor eine Stiftungsstruktur umgesetzt werde. Eine durchdachte Stiftungskonstruktion könne sodann die Verbindung zwischen Familie unter Unternehmen perpetuieren, wovon das Unternehmen durch Stetigkeit und die Familien durch eine verlässliche Dotationsquelle wechselseitig profitierten.

Prof. Dr. Knut Werner Lange, Universität Bayreuth,beleuchtete den Zielkonflikt zwischen dem Ewigkeitsgedanken, der einer Stiftung innewohne, und der Notwendigkeit für ein erfolgreiches Unternehmen, auf veränderte Umstände flexibel reagieren zu können. Es sei stets kritisch zu prüfen, ob die persönlichen Ziele des Unternehmers tatsächlich durch das Instrument einer Stiftung bestmöglich verwirklicht werden können. Von zentraler Bedeutung sei es, vom Ziel her zu denken und nicht vom Mittel der Stiftung auszugehen. Wichtig sei dabei, dass sich ein potentieller Stifter und auch die Stifterfamilie darüber klar sein müssten, dass mit der Errichtung und Dotation einer Stiftung eine Entäußerung des gewidmeten Vermögens einhergehe. Im nächsten Schritt sei darüber nachzudenken, ob und in welcher Form sich der Stifter im Rahmen der Stiftungs-Governance die gewünschte Einflussnahme für sich und die Familie erhält.

 

Dr. Wolfram Backert, Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Oberste Stiftungsbehörde Bayerns, erläuterte, dass die Stiftungsbehörde im Rahmen der Anerkennung auch bei einer unternehmenstragenden Stiftung eine Lebensfähigkeitsprognose anstelle. Die Gestaltung müsse gewährleisten, dass das Vermögen der Stiftung eine dienende Funktion behält und eine dauerhafte, nachhaltige Verwirklichung des Stiftungszwecks gewährleistet - auch in schwierigen Zeiten des Unternehmens. Weiterhin wies Herr Backert darauf hin, dass eine „Stiftungskonstruktion“ zum dauerhaften Erhalt des Unternehmens nicht zwangsläufig in der Rechtsform der rechtsfähigen Stiftung erfolgen müsse. Auch die als „Doppelstiftung“ bezeichnete Konstruktion der Robert Bosch Stiftung verwende schließlich die Rechtsform der GmbH.

Hans Christian Blum, CMS Hasche Sigle, Leiter Private Clients, beleuchtete zunächst die unterschiedlichen Formen und Gestaltungsmöglichkeiten einer unternehmensverbundenen Stiftung. In der Praxis habe sich insbesondere gezeigt, dass ein Unternehmer im Regelfall klare Strukturen vorsehen möchte, die er selbst noch zu Lebzeiten prägen kann. Bei der Gestaltung sei wichtig, der Stiftung und dem Unternehmen die notwendige Flexibilität zu erhalten,um auf geänderte Verhältnisse angemessen reagieren zu können. Die Schaffung der entsprechenden Kompetenzen für eine solche Flexibilität müsse jedoch einhergehen mit der Gestaltung einer wirkungsvollen Stiftungs-Governance. Die Gestaltung müsse mit Weitblick und auf die konkrete Unternehmerfamilie maßgeschneidert erfolgen.

Prof. Roland Berger betonte, dass ein wesentlicher Vorteil einer Stiftungsstruktur auch darin liege, dass das Unternehmen nicht dem Druck einer ständigen Ausschüttungsmaximierung unterliege, wie es beispielsweise bei börsennotierten Wettbewerbern der Fall sei. Dies sei ein Wettbewerbsvorteil und ermögliche eine nachhaltigere Unternehmenskultur. Prof. Berger mahnte jedoch auch an, dass es zwingend erforderlich sei, dem Unternehmen die nötige Bewegungsfreiheit zu bewahren, damit unternehmerische Entscheidungen möglich und umsetzbar bleiben.

Im Anschluss öffnete Herr Potthoff die Diskussion für die Gäste. Es wurden zahlreiche konkrete Fragestellungen mit den Podiumsexperten diskutiert. Die lebhafte Diskussion mit den Teilnehmern setzte sich auch im Anschluss beim Get-together fort, so dass alle Beteiligten wertvolle Impulse gewinnen konnten.

Fazit:

Die Stiftung ist ein besonderes Gestaltungsmittel der Unternehmensnachfolge. Im besonderen Maße eignet sie sich dazu, den Bestand, den Erhalt und die Fortführung eines Unternehmens nach den Vorstellungen des Unternehmers zu verfestigen. Gleichwohl bringt diese Stetigkeit auch besondere Herausforderungen mit sich. Es ist daher unerlässlich, dass sich der Unternehmer zunächst darüber klar wird, was die Ziele seiner Gestaltung sind und im Anschluss geprüft wird, ob sich diese Ziele gerade mit einer Stiftung bestmöglich verwirklichen lassen.

Im Rahmen der Gestaltung besteht die besondere Herausforderung darin, der Stiftung und dem Unternehmen die notwendige Flexibilität zu bewahren und zugleich durch eine gezielte Foundation-Governance eine wirkungsvolle interne Kontrolle zu gewährleisten. Werden diese Herausforderungen gemeistert, kann mit Hilfe der Stiftung der dauerhafte Erhalt des Unternehmens, die dauerhafte Verbindung zwischen Unternehmen und Familie und eine nachhaltige Unternehmenskultur in besonderer Weise gestaltet werden.

Unternehmerdialog am 15.11.17 bei der Franken maxit Mauermörtel GmbH

Die Forschungsstelle für Familienunternehmen (FoFamU) der Universität Bayreuth veranstaltete am 15. November den letzten Unternehmerdialog des Jahres 2017.

Rund dreißig Unternehmer und Unternehmerinnen trafen im neuen Forschungs- und Entwicklungszentrum der Franken maxit Mauermörtel GmbH & Co. KG in Azendorf zusammen.



Zu Beginn des Abends begrüßte der Geschäftsführer der FoFamU, Dr. Michael Hohl, die anwesenden Unternehmer und Unternehmerinnen. Er stellte kurz die Arbeit der FoFamU und ihr Leistungsangebot vor und informierte über die regelmäßige Unternehmerdialog-Reihe der FoFamU.



Die Bergmann Kalk GmbH ist ein seit dem Jahre 1908 bestehendes Familienunternehmen, welches bereits in der vierten Generation der Familie Groppweis geführt wird.

Durch Gründung der Franken maxit Mauermörtel im Jahre 1978 konnte der veredelte Kalksteinsand und Kalkhydrat zu Trockenfertigmörtel verarbeitet und vermarktet werden. Zudem vergrößert sich das Unternehmen seit den 90er Jahren auch im europäischen Bereich.

Mit dem revolutionären „maxit mörtelpad“ sorgt das Unternehmen seit den letzten Jahren auch international für Furore und Pressepräsenz. Daneben besitzt das Unternehmen in Azendorf seit Juli dieses Jahres den modernsten Kalkschachtofen der Welt, der auch in Zukunft für hochwertigste Rohstoffe für innovative Baustoffe der maxit Gruppe sorgt.

Nach einer kurzen Vorstellung des Unternehmens und dessen Philosophie durch den geschäftsführenden Gesellschafter Herrn Hans-Dieter Groppweis, hielt Prof. Dr. Thorsten Eymann, Vizepräsident der Universität Bayreuth für IT und Entrepeneurship und Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik, ein kurzes Impulsreferat zum Thema „Warum Familienunternehmen die besten Startup-Investoren sind – und wie Ihnen Universitäten dabei helfen können“.

Als Campusuniversität ist die Universität Bayreuth mit bald sieben Fakultäten auch stark auf den interdisziplinären Austausch untereinander ausgerichtet. Ziel ist, dass Studierende unternehmerisch ausgebildet werden, damit sie selbst Start-Ups gründen können. Aus diesem Grund bieten inzwischen zwölf Professuren relevante Themen für Entrepeneurship und Innovationen an.

Familienunternehmen sind als Investoren, aber vor allem als Mentoren, bestens geeignet, da sich diese in die Gründer hineinversetzen können. Durch ihre unternehmerische Erfahrung können sie sich an den Start-Ups nicht nur durch die Erbringung von Kapital beteiligen. Im Gegenteil, sie sind ausgezeichnete Coaches und Mentoren für die Studenten.



Im Anschluss durften die Unternehmer und Unternehmerinnen bei einer zweistündigen Führung Teile des Werkes in Azendorf kennen lernen. Beim abschließenden Get-together bestand die Möglichkeit für weiterführende Gespräche und zum Netzwerken.

Ankündigung

Campus-Akademie der Universität Bayreuth - Herr Prof. Dr. Schlüchtermann, Lehrstuhl für Produktionswirtschaft und Industriebetriebslehre der Universität Bayreuth

Das Tätigkeitsspektrum von Einkäufern hat sich branchenübergreifend in den vergangenen Jahren stark gewandelt und verschiedene Disziplinen haben besonders an Bedeutung gewonnen. Dies führt dazu, dass Aufgaben von Entscheidungsträgern vielfältiger und anspruchsvoller geworden sind, sodass eine akademisch fundierte Aus- und Weiterbildung für die Spezialfunktion Einkauf in Familienunternehmen von wachsender Relevanz ist.

Die Universität Bayreuth weitet vor diesem Hintergrund ihre Aktivitäten im Bereich der Third Mission aus, um den Anforderungen von Staat und Gesellschaft an eine öffentlich geförderte Wirtschaftseinrichtung gerecht zu werden. In diesem Kontext bietet die Campus-Akademie der Universität Bayreuth umfangreiche Weiterbildungsmöglichkeiten an.

Im Rahmen des zertifizierten Lehrgangs Einkaufsmanager und des Vertiefungsseminars Verhandlungstraining für Einkäufer haben Entscheidungsträger und Nachwuchskräfte von Familienunternehmen aus dem Bereich Einkauf, Beschaffung, Materialwirtschaft und Logistik die Möglichkeit sich persönlich durch aktuelles Wissen mit hohem Praxisbezug individuell weiterzuentwickeln.

Im zertifizierten Lehrgang Einkaufsmanager wird durch renommierte Fachexperten das notwendige theoretische Basiswissen, sowie Branchen-Insiderwissen und Handlungs-empfehlungen für den modernen Einkauf vermittelt. In Kleingruppen können die Seminarteilnehmer reale Praxisbeispiele bearbeiten, wobei in interaktiven Rollenspielen viel Raum für persönlichen Austausch mit den Dozenten geschaffen wird. Der zertifizierte Lehrgang Einkaufsmanager wird somit nach erfolgreicher Teilnahme für die Professionalisierung Ihrer Tätigkeit im Arbeitsalltag einen wesentlichen Beitrag leisten.

Überzeugen Sie sich selbst von der Qualität des zertifizierten Lehrgangs Einkaufsmanager sowie des Intensivseminars Verhandlungstraining für Einkäufer. Informieren Sie sich noch heute über die Programme der Seminare unter campus-akademie.uni-bayreuth.de und melden Sie sich für beide Weiterbildungsformate online bis zum 15. Januar 2018 an.

Bei Fragen zum zertifizierten Lehrgang Einkaufsmanager oder zum Vertiefungsseminar Verhandlungstraining für Einkäufer melden Sie sich gerne beim Kursleiter, Herrn Prof. Dr. Jörg Schlüchtermann unter j.schlü Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter der Telefonnummer 0921 / 55-6190.

Aktuelle Publikationen

Herr Prof. Dr. Knut Werner Lange, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, dt. und europ. Handels- und Wirtschaftsrecht der Universität Bayreuth

      • Anmerkung zu BGH, Beschl. v. 15.03. 2017 – XII 109/16 (Sittenwidrigkeit eines Ehevertrags in der Unternehmerehe) FuS 2017, S. 184 – 18
      • Der Pflichtteilsverzicht zwischen privatautonomer Gestaltung und gerichtlicher Inhaltskontrolle, ErbR 2017, S. 260 – 263; S. 305 – 311 u. S. 397 – 402
      • Erbrecht, 2. Aufl. 2017

Frau Prof. Dr. Jessica Schmidt, LL.M., Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, deutsches, europäisches und internationales Unternehmens- und Kapitalmarktrecht

      • Bayer/J. Schmidt, BB-Gesetzgebungs- und Rechtsprechungsreport Europäisches Unternehmensrecht 2016/17, BB 2017, 2114 – 212
      • Schmidt, Grenzüberschreitende Mobilität von Gesellschaften – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – , ZVglRWiss 116 (2017) 313 – 34
      • Schmidt, Die Handlungspflichten der GmbH-Geschäftsführer: Generalklausel vs. Einzelvorgaben. Eine rechtsvergleichende Analyse unter besonderer Berücksichtigung des englischen Rechts, ZGR 2017, 654 – 670

Die Forschungsergebnisse und Volltexte der Publikationen stellen wir Förderern der FoFamU auf Anfrage gerne zur Verfügung.

Die Forschungsstelle für Familienunternehmen dankt für Ihr Interesse und wünscht Ihnen geruhsame Weihnachtsfeiertage und ein gesundes neues Jahr 2018.

Ihr Team der FoFamU

Dr. Michael Hohl Vivien Langkau Corinna Linhardt Felix Mönius
Geschäftsführer
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Studentische
Mitarbeiterin
Studentische
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Studentischer
Mitarbeiter

 

 

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